über 110 Jahre

Über 110 Jahre Familie Allendorf in Neuwarendorf !!!

Im Jahr 2014 jährte es sich zum 110. Mal, dass Heinrich Allendorf und seine Frau Regina Allendorf, geborene Schürmann, mit Pferd und Wagen nach Neuwarendorf kamen, um das damalige Kaffee-Haus (seit 1889) zu übernehmen.

Doch die Geschichte des Hauses lässt sich weiter zurückverfolgen…

Man schrieb 1741, als das Anwesen im Besitz des Drosten Schmiesing zu Tatenhausen war, dieser baute das Gehöft nach einem Brand neu auf.

130 Jahre gingen ins Land, bis die Eheleute Stöcker den Hof im Jahre 1871 kauften. Vierzehn Jahre später baute man dann die Bahnstrecke Münster – Warendorf. So kam es, dass das Haus nicht nur die Funktion eines kleinen Bahnhofes mit Fahrkartenverkauf übernahm, es hatte seitdem auch die Konzession für ein Kaffeehaus.

Witwe Stöcker verkaufte 1903 den Hof an Heinrich und Regina Allendorf aus Walstedde. Nach Erzählungen des letzten Zeitzeugen, Sohn Antonius Allendorf ( * 10.02.1904  † 2003 ), erstanden sie die Hofanlage für 30.000,00 Goldmark. Bis zum ersten Weltkrieg kultivierten sie das Anwesen, bauten um und erweiterten.

Im Jahr 1941 übernahm Sohn Josef den Hof, doch nach dessen Kriegstod im Jahr 1945 trat dann Heinrich Allendorf jr. die Erbfolge an. Die Übernahme erfolgte in schwerer Zeit, die noch mehr belastet wurde, als am 04. Oktober 1950 das Wohn- und Gasthaus mitsamt Ställen durch einen Brand restlos vernichtet wurde. Unter großen Anstrengungen errichtete Heinrich Allendorf mit seiner Frau Hedwig ein neues Wirtschaftsgebäude mit Wohnhaus. Am 11. August 1951 wurde es eröffnet – es wurde die Grundlage des heutigen Betriebes.

Im Jahre 1972 übergaben Heinrich und Hedwig Allendorf die Gastwirtschaft an ihren Sohn Rolf, er hatte den Kochberuf in Bielefeld erlernt. Er baute mit Hilfe seiner Frau Gerda den Betrieb zu einem Speiserestaurant um. Trotz des plötzlichen Todes des Vaters am 10. November 1973 renovierten sie 1976 den vorhandenen Saal, bauten Trennwände ein, die den Saal bei Bedarf in drei kleine Gesellschaftsräume einteilten.

In den folgenden Jahren erarbeiteten sie sich einen Stamm-Gästekreis, der immer gerne bei „Allendorf“ speist und feiert. Immer wieder wurde renoviert und umgestaltet; Anfang der 80er Jahre wurden die nicht mehr genutzten Stallgebäude zu einer rustikalen Party-Scheune umgebaut und in den folgenden Jahren erweiterte man die Gartenanlage um einen großzügigen Biergarten.

Im Jahr 1995 nahmen sie dann den ersten Teil des Saalumbaus in Angriff. Es wurde die Kegelbahn umgebaut, sodass der Saal eine eigene, integrierte moderne Saaltheke bekam. 1997 wurde dann die Küche komplett renoviert und mit modernster Technik ausgestattet.

2001 stand dann der zweite Abschnitt der Saalerweiterung an: Der vorhandene Saal wurde um die Hälfte erweitert. Durch Trennwandtechniken kann man den großen Saal nun in acht verschiedene Räume aufteilen. Im Zuge des Um- und Anbaus wurde auch ein separater Saaleingang geschaffen. Durch sonnendurchflutete Fenster blicken die Gäste jetzt auf eine großzügige Terrassen- und Gartenanlage mit einem Teich vor dem Hintergrund der schönen Münsterländer Parklandschaft….

 

Bilder aus den 20er / 30er Jahren: